Heiß geliebte Blondinen

Vom Arbeits- zum Freitzeitpferd

Haflingerpferde
Solange er sich zurückerinnern kann, gehörten Haflingerpferde zum Viehbestand des Unterzonnerhofes. Der Altbauer Peter Wörndle hat die Liebe für diese Pferderasse von seinem Vater übernommen und sie an seine Söhne weitervererbt. Das schmucke Gehöft liegt eingebettet in eine Wiesenmulde nahe dem Kirchlein St. Valentin oberhalb der Ortschaft Seis. "Früher bauten die Bauern noch ihr Getreide selbst an. Da brauchten sie ein oder zwei Pferde, den Pflug oder den Leiterwagen mit der Mahd zum Heustadel zu ziehen. Im Winter holten sie das Heu mit dem Schlitten von der Seiser Alm. Und auch die schweren Holzstämme zogen die Rösser zum heimatlichen Hof", erinnert sich der "Unterzonner-Peter". Kräftig und leistungsbereit, genügsam und gutmütig mussten diese Pferde sein. Und am besten eigneten sich dazu die Haflinger, "Kinder" des Südtiroler Berglandes (Hafling liegt oberhalb von Meran). Ursprünglich stammten die durch Klima, Scholle und kärgliche Haltung klein gebliebenen Gebirgspferde norischen Bluts von keltischen Ponys ab.

Spektakel für einen Schwerenöter

Der Oswald von Wolkenstein Ritt
Oswald von Wolkenstein, 1376 bis 1445, war weder sportlich, noch hatte er es so arg mit den Pferden. Der nach ihm benannte Ritt ist also eine Verbindung von mittelalterlichen Traditionen mit dem bis in die heutigen Tage in Südtirol gepflegten Haflinger-Pferdesport. Schauplätze der Wettkämpfe sind immer Orte, die mit dem Leben Oswalds in Verbindung stehen. Das Turnierspiel besteht aus vier Etappen.
 

Das Glück dieser Erde...

Haflinger Pferde auf der Seiser Alm
...liegt auf dem Rücken der Pferde. Eines der traditionellen und beliebtesten Freizeitvergnügen stellt die Entdeckungsreise hoch zu Ross durch die Wiesen und Wälder der Seiser Alm dar. Wer den eigenen zwei Beinen jene vier eines Pferdes vorzieht, dem kann geholfen werden, denn Reitställe gibt es in Kastelruth (Reiterhof Unterlanzin und Hoferhof) als auch auf der Seiser Alm (Ponyhof Gstatsch).
 
 
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