Sie sind in der Volksmusikszene die erfolgreichste Gruppe aller Zeiten und haben im Laufe ihrer Karriere in Deutschland mehr Tonträger verkauft als Michael Jackson und Madonna zusammen. Die „Kastelruther Spatzen“ zählen seit Jahren zu den ganz Großen im volkstümlichen Geschäft. Unverkennbar in Stil und Auftreten begeistern sie Millionen von Fans, landen einen Erfolgshit nach dem anderen und treffen mit ihren Melodien und Texten vielen Menschen mitten ins Herz. „Unsere Musik wird von einigen gehasst, von vielen belächelt, aber von Millionen geliebt“, erklärte der Frontmann der „Kastelruther Spatzen“ bei einer der ersten „Echo“-Verleihungen in den Neunzigern und hielt damit erfolgreich dem Klischee entgegen, dass die volkstümliche Musik die dümmste Sparte des Musikgeschäfts sei. „Millionen von Fans stehen hinter unserem Erfolg, und das müsste jeder respektieren – auch der, dem unsere Musik nicht gefällt.“
Um nachvollziehen zu können, warum Dieter aus Hamburg und Brigitte aus Chur gemeinsam mit Abertausenden von Fans in diesem Jahr beim großen „Spatzen“-Fest im Oktober in Kastelruth zum x-ten Male wieder dabei sein werden, warum Helga aus Ludwigsburg seit Jahren ihren Südtirol-Urlaub vom Termin des Spatzen-Open-Airs in Kastelruth abhängig macht oder, warum Karl-Heinz aus Ellmau in Österreich kein Spatzen-Konzert im Umkreis von 300 Kilometern auslässt, bedarf es für (Noch)-Nicht-Fans der „Kastelruther Spatzen“ einer näheren Betrachtung der „Spatzen“-Erfolgsgeschichte.
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